KTSV Eupen - Handball in Eupen, Ostbelgien und Raum Aachen

Von Thomas Altenberg

Im zweiten Auswärtsspiel der neuen Saison gab es für die KTSV Eupen nichts zu holen. Trotz einer starken Leistung von Torhüter Youri Denert mussten sich die Weserstädter beim HC Visé mit 26:34 geschlagen geben. Damit rutscht die Mannschaft von Thomas Cauwenberghs, der zwischen 2022 und 2025 selbst noch in Visé an der Seitenlinie stand, tiefer in die Rote Zone.

Die Eupener mussten kurzfristig auf Max Schunck verzichten, der eine Woche zuvor beim 22:22 gegen Sprimont noch zu den entscheidenden Spielern gehört hatte. Seinen Platz im Tor übernahm Youri Denert, der gegen Sprimont noch verletzungsbedingt ausgefallen war. Erneut nahm Luca Kleyens, Torhüter der zweiten Mannschaft, die Rolle des Backups ein.

HC Visé KTSV Eupen 34 26

Denert parierte gleich drei Würfe, ehe Thomas Mormont für den ersten Eupener Treffer des Abends sorgte (7.). Beide Mannschaften taten sich zu Beginn schwer, die gegnerischen Abwehrblöcke zu überwinden, zudem schlichen sich auf beiden Seiten grobe Fehler ein. Die Gastgeber fanden jedoch zunehmend besser in die Partie und setzten sich mit drei Treffern in Folge ab. Eupens Trainer Thomas Cauwenberghs, der innerhalb von drei Spielzeiten mit dem HC Visé zahlreiche Erfolge gefeiert hatte, sah sich beim Stand von 3:8 gezwungen, seine erste Auszeit zu nehmen (15.).

Luca Beyer kam für den glücklosen Nicolai Zidorn in die Partie, während die Gäste auf eine offensivere Deckung umstellten, um den Spielfluss der Hausherren besser zu unterbinden. Mit zwei schnellen Treffern von Aaron Brülls und Thomas Mormont verkürzte Eupen auf 5:8. Youri Denert hielt seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden, darunter auch bei einem Siebenmeter, zunächst in Reichweite. Bis zur Halbzeit setzte sich Visé jedoch komfortabel auf sechs Tore ab (10:16).

Nach dem Wiederanpfiff verkürzte KTSV-Kapitän Thomas Mormont umgehend auf 11:16. Trotz einer zweiminütigen Unterzahl bauten die Hausherren ihren Vorsprung anschließend auf neun Tore aus – auch weil Neuzugang Kjeld Dekker für Eupen zum zweiten Mal unglücklich von der Siebenmeterlinie scheiterte (12:21 39.).

Luca Beyer übernahm anschließend die Verantwortung und traf aus sieben Metern zum 20:28, doch die Messe war zu diesem Zeitpunkt bereits gelesen (50.). In den letzten zehn Minuten durfte schließlich Luca Kleyens für Denert zwischen die Pfosten. Die KTSV Eupen fand offensiv kaum noch Mittel, während Visé die Schwächen der Gäste konsequent ausnutzte. Beide Mannschaften rotierten nun kräftig durch und verschafften auch Spielern aus der „zweiten Reihe“ wichtige Spielminuten. Der erst im Sommer aus der zweiten Mannschaft hochgezogene Aaron Brülls schraubte sein Torekonto weiter in die Höhe und erzielte mit seinem achten Treffer das 26:33, ehe Visé in der Schlussminute den 26:34-Endstand herstellte.

Für die KTSV Eupen ist es die zweite Niederlage im dritten Spiel. In der Tabelle der Super Handball League belegt die Cauwenberghs-Sieben mit einem Punkt den zwölften Platz. Lediglich die beiden niederländischen Aufsteiger Tachos und Arnhem warten bislang noch auf ihren ersten Zähler. Am Samstag (20 Uhr) geht es für Thomas Mormont und Co. ins ferne Zwartemeer zu JD Techniek Hurry Up. Auch dort geht die KTSV als Außenseiter in die Partie: Die Niederländer haben bereits vier Punkte eingefahren und belegen derzeit den fünften Platz im belgisch-niederländischen Handballoberhaus.

Für die KTSV Eupen spielten und trafen: Luca Kleyens, Youri Denert – Noah Neumann, Aaron Brülls (8), Matteo Brüll, Martin Massat (1), Julian Kirschbaum (1), Hugo Rodado (2), Luca Beyer (3), Kjeld Dekker (3), Nicolai Zidorn (2), Thomas Mormont (4), Mikka Förster (1), Geoffrey Lahonda (1)

Impressionen vom Spiel von Bernd Rosskamp