KTSV Eupen - Handball in Eupen, Ostbelgien und Raum Aachen

Zu Gast war heute zu früher Anwurfzeit um 15:45 Uhr das Team von DHC Waasmunster. Ein Herimsieg wurde als Ziel ausgerufen.

Was für ein Beginn der KTSV-Damen! Von der ersten Minute an zeigte Eupen, dass man die Partie gegen Waasmunster unbedingt für sich entscheiden wollte. Jenna sorgte früh für die Führung, ehe die Gäste zwar schnell ausgleichen konnten, doch Jodie brachte ihre Farben mit dem 2:1 erneut nach vorne. Ein ganz besonderer Moment, denn nach ihrer langen Verletzungspause durfte sie endlich wieder jubeln.

Ein Spiel der Damen 2 mit 2 Gesichtern

Eupen blieb am Drücker. Mit viel Tempo und starken Gegenstößen setzte die Mannschaft Waasmunster unter Druck. Jenna erhöhte bereits in der 4. Minute auf 3:1, wenig später schloss Shana den nächsten schnellen Angriff zum 4:1 ab. Die Gastgeberinnen wirkten überlegen, standen defensiv sehr kompakt und ließen dem Gegner kaum Räume. Als Jenna in der 8. Minute bereits das 5:2 erzielte, schien alles nach Plan zu laufen. Einzig die Chancenverwertung verhinderte, dass sich Eupen schon früh entscheidend absetzen konnte.

Doch dann kippte das Spiel langsam. Im Angriff fehlte plötzlich die Abstimmung, einfache Fehler schlichen sich ein und Waasmunster nutzte jede Gelegenheit, um den Rückstand zu verkürzen. Aus einer komfortablen Führung wurde nach 14 Minuten ein knappes 6:4. Pauline traf zwar zum 8:6 und Shana stellte wenig später auf 9:6, doch die Sicherheit war dahin. Eupen verlor zunehmend den Rhythmus, während die Gäste immer stärker wurden. In der 25. Minute war die Wende perfekt: Waasmunster ging erstmals mit 11:12 in Führung. Bis zur Halbzeit konnte Eupen den Rückstand nicht mehr aufholen und musste mit einem 12:13 in die Kabine.

Halbzeit 12-13

Die Vorgabe für die zweite Hälfte war klar: mehr Tempo, weniger Fehler und zurück zur Struktur der Anfangsphase. Doch die Umsetzung wollte nicht gelingen. Waasmunster blieb konsequent, während Eupen weiterhin zu viele technische Fehler produzierte. Nach 37 Minuten lag die KTSV mit 14:16 zurück und fand offensiv kaum Lösungen gegen die gegnerische Defensive.

Je länger die Partie dauerte, desto schwieriger wurde die Aufgabe. Der Rückstand wuchs auf 18:22 an, und als die Anzeigetafel in der 52. Minute bereits 21:27 zeigte, schien die Entscheidung gefallen. Doch die Eupenerinnen bewiesen Moral. Sie kämpften bis zur letzten Sekunde, verkürzten in einer starken Schlussphase noch einmal auf 27:29 und ließen die Hoffnung auf eine spektakuläre Wende kurz aufflammen.

Eine vermeidbare 27-30 Niederlage

Am Ende reichte die verbleibende Zeit jedoch nicht mehr aus. Mit 27:30 musste sich die KTSV Eupen geschlagen geben. Eine Niederlage, die besonders schmerzt, weil sie vermeidbar gewesen wäre. Nach einem starken Start und zahlreichen vergebenen Chancen waren es vor allem eigene Fehler und mangelnde Konsequenz, die den Gegner zurück ins Spiel brachten. Jetzt gilt es, die richtigen Lehren aus dieser Begegnung zu ziehen, die Fehler aufzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten. 🔴⚪🏐