Die Botschaft vor dem Anpfiff war eindeutig: Von der ersten Sekunde an hellwach sein und nicht erneut wie in der Vorwoche einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Und die Antwort der Eupener Damen ließ nicht lange auf sich warten.
Kaum war die Partie angepfiffen, setzte KTSV Eupen ein Ausrufezeichen. Bereits in der ersten Minute brachte Nolwen ihre Farben in Führung. Luka legte nach und unmittelbar darauf traf auch Cara. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da führte Eupen bereits mit 3:1 und hatte die Kontrolle über das Spiel übernommen.
Die Gastgeberinnen präsentierten sich von Beginn an äußerst kompakt. Defensiv wurde kaum etwas zugelassen, während nach Ballgewinnen mit viel Tempo nach vorne gespielt wurde. Anders als noch eine Woche zuvor verschlief Eupen die Anfangsphase nicht, sondern diktierte das Geschehen. Auch im Positionsangriff lief der Ball sicher durch die eigenen Reihen, während die Abwehr konzentriert und aggressiv arbeitete. Nach zwölf Minuten zeigte die Anzeigetafel bereits ein deutliches 8:3, was Waasmunster früh zu einer ersten Auszeit zwang.
Eine kompakte Eupeenr Sieben machte Waasmunster das Leben schwer
Zwischen den Pfosten erwischte auch Evita einen hervorragenden Tag. Die Torhüterin, die aufgrund einer kleinen Verletzung von Liese von Beginn an zum Einsatz kam, war sofort präsent. Als sie in der 19. Minute einen Siebenmeter entschärfte, hielt sie den komfortablen Vorsprung fest und gab ihrer Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen.
Beim Stand von 11:6 schien Eupen alles im Griff zu haben, ehe sich kurzzeitig einige Unkonzentriertheiten einschlichen. Technische Fehler und zu hastig abgeschlossene Angriffe ermöglichten es Waasmunster, den Rückstand auf 13:9 zu verkürzen. Doch die Antwort der Gastgeberinnen folgte prompt. Eine starke Defensivaktion leitete einen schnellen Gegenstoß ein, den Ilona zum 14:9 abschloss. Wenig später glänzte erneut Evita mit einer Parade, ehe Nolwen den nächsten Tempogegenstoß zum 15:9 verwandelte.
In den Schlussminuten der ersten Halbzeit gehörte die Bühne dann Erika. Mit zwei Treffern innerhalb einer Minute sorgte sie für klare Verhältnisse und stellte auf 17:10. Kurz darauf ertönte die Halbzeitsirene beim Spielstand von 18:11 für Eupen. In der Kabine zeigte sich der Trainer entsprechend zufrieden. Fast alles, was vor dem Spiel gefordert worden war, setzte die Mannschaft konsequent um. Die Vorgabe für den zweiten Durchgang war daher simpel: fokussiert bleiben, weitermachen und die Partie sauber zu Ende spielen.
Halbzeitstand 18-11
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Eupen zunächst voll auf Kurs. Cara erwischte einen Traumstart in die zweite Halbzeit und traf gleich zweimal hintereinander. Nach vier Minuten stand es bereits 21:12, und die Gastgeberinnen schienen dem Heimsieg entgegenzustürmen. Doch Waasmunster gab sich nicht geschlagen. Die Gäste fanden besser ins Spiel und verkürzten den Abstand schrittweise. Nach zehn Minuten lautete der Spielstand 22:16, wenig später 26:19. Als Luka in der 16. Minute für zwei Minuten auf die Bank musste, bot sich den Gästen die Chance, weiter heranzukommen. Doch auch diese Phase meisterte Eupen eindrucksvoll. Die Unterzahl wurde ohne Gegentreffer überstanden, und stattdessen erhöhte Nolwen sogar auf 27:20.
Erneut war dabei auf Torhüterin Evita Verlass, die mit einer weiteren starken Parade auf sich aufmerksam machte. Mit zunehmender Spielzeit nutzte der Trainer den Vorsprung, um auch den Spielerinnen von der Bank wertvolle Einsatzminuten zu geben. Die neue Formation benötigte zwar etwas Zeit, fand jedoch immer besser in die Partie. Vier Minuten vor Schluss lag Eupen weiterhin komfortabel mit 30:24 in Führung.
Eine Schlussphase, die den Gegner etwas näherrücken lies, aber den Sieg nie gefährdete
In der Schlussphase schlichen sich allerdings noch einmal einige technische Fehler ein. Der Sieg geriet zwar nie ernsthaft in Gefahr, dennoch konnte Waasmunster den Rückstand verkürzen und das Endergebnis etwas freundlicher gestalten. Am Ende stand jedoch ein verdienter 30:27-Heimsieg für die KTSV Eupen auf der Anzeigetafel. Vor allem die Reaktion auf die Vorwoche konnte sich sehen lassen: konzentriert, kampfstark und von Beginn an hellwach. Die starke Anfangsphase legte den Grundstein für zwei wichtige Punkte. Und auch von den Rängen kam die passende Unterstützung. Zahlreiche Zuschauer sorgten für eine großartige Atmosphäre und trugen ihren Teil zu diesem Erfolg bei.
KTSV Eupen 30 – 27 Waasmunster. Zwei Punkte, Heimsieg und ein weiterer Schritt nach vorne für die Eupener Damen. 🔴⚪🔥🏐