Mit Joris Giroud konnte die KTSV Eupen einen wichtigen Rückkehrer aus dem Lazarett begrüßen. Gleichzeitig musste man jedoch verletzungsbedingt auf Mikka Förster, Aaron Brülls und Luca Beyer verzichten. Die Nachwuchsspieler Matteo Brüll und Noah Neumann rückten dafür wieder in den Kader.
Eupen findet gegen starkes Aalsmeer nicht ins Spiel
Eupen startete mutig in die Partie und verteidigte wie bereits in der Vorwoche mit einer hochstehenden Abwehr. Die Taktik zahlte sich zunächst aus: Gleich im ersten Angriff eroberte man den Ball, und Geoffrey Lahonda erzielte die frühe 1:0-Führung. Doch Aalsmeer antwortete prompt per Siebenmeter zum 1:1. Während Youri Denert mit einer starken Parade gegen den freistehenden Kreisspieler glänzte, tat sich Eupen im Positionsangriff zunehmend schwer. Die Niederländer waren auf das Eupener Spiel bestens eingestellt und verhinderten konsequent klare Torchancen.
Nach sieben Minuten hatte sich Aalsmeer erstmals auf 4:2 abgesetzt. Als Hugo Rodado später mustergültig freigespielt wurde, verhinderte der Gästekeeper mit einer starken Parade den Anschluss. Beim Stand von 2:6 sah sich Trainer Thomas Cauwenberghs bereits zu einer frühen Auszeit gezwungen. Seine Mannschaft hatte bis dahin keinen Zugriff auf das Spiel gefunden.
Joris Giroud mit seinen ersten Spielminuten für Eupen
Für neuen Schwung sorgte anschließend Joris Giroud. Der Rückkehrer erzielte unmittelbar die Treffer zum 3:8 und 4:8 und setzte damit ein erstes Ausrufezeichen nach seiner Verletzungspause. Dennoch blieb Aalsmeer die spielbestimmende Mannschaft. Vor allem das zu langsame Rückzugsverhalten der Gastgeber wurde immer wieder bestraft. Allein vier erfolgreiche Gegenstöße führten dazu, dass die Gäste ihren Vorsprung auf 4:10 ausbauen konnten. Eupen hatte große Mühe, dem hohen Tempo und der körperlichen Präsenz der Niederländer etwas entgegenzusetzen.
Geoffrey Lahonda verkürzte per schneller erster Welle auf 5:12, ehe eine schön herausgespielte Kombination das 6:12 einleitete. Doch gerade als Eupen etwas besser ins Spiel zu finden schien, ließ man zwei gute Möglichkeiten ungenutzt. Aalsmeer nutzte dies eiskalt aus und erhöhte in der 21. Minute auf 6:13. Eine weitere Auszeit sollte die Wende bringen. Matteo Brüll traf anschließend zum 7:13, während Max Schunck zwischen die Pfosten rückte. Brüll sorgte zudem im Rückraum für neue Impulse und setzte Thomas Mormont am Kreis gekonnt in Szene, der sicher zum 8:15 vollendete.
Kurz vor der Pause bot sich Eupen die große Chance, den Rückstand deutlich zu verkürzen. Nach einer Zeitstrafe gegen Aalsmeer und einer weiteren Hinausstellung infolge einer regelwidrigen Abwehraktion gegen einen Wurf auf das leere Tor mussten die Gäste rund eine Minute in doppelter Unterzahl spielen. Doch statt Kapital daraus zu schlagen, wirkte Eupen verunsichert. Gegen nur vier Abwehrspieler gelang es nicht, klare Abschlüsse zu kreieren, während Aalsmeer sogar noch zweimal traf. So spiegelte der Halbzeitstand von 11:19 die Kräfteverhältnisse der ersten 30 Minuten wider. Eupen zeigte zwar immer wieder gute Ansätze, fand jedoch insgesamt zu selten Mittel gegen die starke Defensive und das Tempospiel der Gäste aus Aalsmeer.
Halbzeitstand 11:19
Mit einem Rückstand von 11:19 kam die KTSV aus der Kabine, und die zweite Halbzeit begann mit einem Treffer von Julian Kirschbaum. Auch wenn die Eupener mit viel Einsatz aus der Pause kamen, machte sich schnell bemerkbar, dass gegen den niederländischen Titelaspiranten an diesem Abend nur wenig Spielraum vorhanden war. Immerhin setzte Max Schunck gleich zu Beginn ein starkes Zeichen. Mit zwei herausragenden Paraden gegen völlig frei abschließende Gegenspieler hielt er seine Mannschaft zunächst im Spiel. Dennoch blieb die Offensive der Schwarz-Weißen weiterhin auf der Suche nach Lösungen. Die Lücken in der kompakten Aalsmeer-Abwehr waren kaum zu finden, während die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten. Ein weiterer verwandelter Siebenmeter bedeutete in der 37. Minute das 12:21.
Was Eupen zusätzlich das Leben schwer machte, war das fehlende Tempo im Umschaltspiel. Nach Ballgewinnen gelang es zu selten, den Gegner in ungeordneter Formation zu erwischen. Stattdessen konnte sich Aalsmeer immer wieder rechtzeitig zurückziehen und die Defensive organisieren. Fehlwürfe, technische Fehler und einige unnötige Ballverluste sorgten dafür, dass die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauten. Beim Stand von 14:24 schien die Partie bereits entschieden.
Zu viele liegen gelassene Chancen
Besonders bitter verlief der Abend für Kjeld Dekker, der einen weiteren Siebenmeter nicht verwerten konnte. Auf diesem Niveau werden solche Gelegenheiten eiskalt bestraft. Währenddessen bewahrte Max Schunck seine Mannschaft mit weiteren starken Aktionen vor einem noch deutlicheren Rückstand. Ohne seine Paraden hätte die Anzeigetafel nach 44 Minuten deutlich mehr als das 14:26 angezeigt. Die Eupener ließen sich trotz aller Rückschläge nicht hängen. Sie kämpften weiter um jeden Ball und suchten unermüdlich den Weg zum Tor. Ein kleiner Lichtblick gelang Nicolai Zidorn, der in Überzahl erfolgreich war. Die Antwort der Gäste folgte allerdings prompt mit dem Treffer zum 15:28.
Als Trainer und Mannschaft bereits in der 49. Minute zur dritten Auszeit griffen, lief bei den Gastgebern nur noch wenig zusammen. Das Ziel war nun, sich gegen einen starken Gegner so teuer wie möglich zu verkaufen. Aalsmeer blieb jedoch seiner Linie treu, spielte mit großer Konsequenz und erhöhte bis zur 52. Minute auf 16:31. Positiv hervorzuheben war der Einsatz der Nachwuchsspieler. Nach Matteo Brüll durfte auch Noah Neumann erste Minuten auf diesem Niveau sammeln und wichtige Erfahrungen sammeln.
Gegen den heutigen Gegner aus Aalsmeer war kein Kraut gewachsen
Selbst zwei gleichzeitige Zeitstrafen konnten den Kampfgeist der Gastgeber nicht brechen. Martin Massat übernahm Verantwortung und erzielte mit viel Entschlossenheit das 19. und 20. Eupener Tor. Drei Minuten vor dem Ende bot sich nochmals eine Überzahlsituation, die Thomas Mormont zum 21:34 nutzte. Am Ende stand ein deutliches 22:36 auf der Anzeigetafel. Gegen einen spielstarken und abgeklärten Gegner aus Aalsmeer war an diesem Abend kein Kraut gewachsen. Den letzten Treffer der Begegnung erzielte Matteo Brüll, der per Siebenmeter den Schlusspunkt setzte. Die Niederlage fiel zwar deutlich aus, doch trotz aller Widrigkeiten kämpfte die KTSV bis zur letzten Sekunde und gab sich niemals auf.
Endstand 22-36