KTSV Eupen - Handball in Eupen, Ostbelgien und Raum Aachen

Zum letzten Spiel der Play-offs reisten unsere Damen auswärts nach Sprimont. Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass es sportlich nur noch um Prestige ging: Durch den gleichzeitigen Sieg von Hasselt in Sint-Truiden war ein Platz für Sprimont in der Best-of-Three-Serie nicht mehr erreichbar.

Unsere Mannschaft erwischte einen ordentlichen Start, agierte konzentriert und stand defensiv stabil. Im Angriff ließ man jedoch zu viele Möglichkeiten ungenutzt und leistete sich einige Ballverluste. So entwickelte sich eine frühe, aber ausgeglichene Partie, in der Sprimont nach elf Minuten knapp mit 4:3 führte.

In der Folge blieb das Spiel offen, beide Teams zeigten Einsatz, aber auch Fehler. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, und mit einem leistungsgerechten 11:11 ging es in die Halbzeitpause. Der Schlüssel für Durchgang zwei war schnell identifiziert: mehr Konsequenz in der Abwehr und eine bessere Chancenverwertung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich eine klare Leistungssteigerung. Die Defensive stand kompakter, im Angriff wurden die Abschlüsse zielstrebiger ausgespielt. Der Lohn: Nach fünf Minuten lag unser Team erstmals mit 14:12 in Führung, zur Mitte der zweiten Halbzeit konnte der Vorsprung auf 16:14 ausgebaut werden.

Ein Wendepunkt folgte jedoch nach einer Zwei-Minuten-Strafe, die Sprimont nutzte, um mit einem Treffer ins leere Tor zum 17:17 auszugleichen. In dieser Phase ließen unsere Damen mehrfach gute Torchancen liegen und ermöglichten dem Gastgeber einfache Gegenstöße. Achtzehn Minuten vor dem Ende drehte Sprimont das Spiel und ging mit 19:17 in Führung.

Trotz großer Moral und Einsatz bis in die Schlusssekunden reichte es am Ende nicht mehr zur Wende. Unsere Damen mussten sich knapp mit 22:23 geschlagen geben.

Damit endet eine Play-off-Runde, die insgesamt nicht den eigenen Erwartungen entsprach. Ein Punkt aus sechs Spielen ist zu wenig für die gesteckten Ziele. Der Blick richtet sich nun klar nach vorne: Mit einem stabilen Kader, gezielten Neuzugängen und frischer Energie soll in der kommenden Saison wieder angegriffen werden.

Im September heißt es dann: Neustart mit neuem Elan – und dem gleichen Anspruch.