KTSV Eupen - Handball in Eupen, Ostbelgien und Raum Aachen

Die KTSV Eupen hatte im Nachholspiel vom Dezember gestern die Pflichtaufgabe bei der Union Beynoise zu punkten. Doch so einfach gestaltete sich die vermeintlich leichte Aufgabe nicht.

Die Meisterschaft nahm frühzeitig wieder Fahrt auf. Unser Gegner aus Beyne trat nicht in Bestbesetzung an, da einige Spielerinnen studienbedingt aufgrund von Prüfungen fehlten. Wir hingegen reisten mit einem vollständigen Kader zum Auswärtsspiel an.

In den Anfangsminuten starteten wir sehr fokussiert und konnten uns rasch eine 3:1-Führung erspielen. Diese hielt jedoch nicht lange an, denn in der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Führung mehrfach wechselte. Sowohl wir als auch Beyne offenbarten zu viele Schwächen im eigenen Spiel. Torchancen mussten mühsam erarbeitet werden und konnten leider nicht immer konsequent genutzt werden. Zudem stellte sich unser Gegner taktisch gut auf uns ein.

Eine doppelte Unterzahl gegen Eupen überstanden wir relativ schadlos und lagen danach lediglich mit einem Tor zurück. Bereits in der ersten Halbzeit wurde viel rotiert, was jedoch nicht zur erhofften Leistungssteigerung führte. Zur Halbzeitpause lagen wir mit einem enttäuschenden 16:15 zwar knapp zurück, blieben jedoch hinter unseren eigenen Erwartungen und machten uns das Leben unnötig schwer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang Eupen umgehend der Ausgleich, der gleichzeitig den Startschuss für eine leichte Führung von zwei bis drei Toren bedeutete (18:21, 25:27). Mehr als drei Tore Vorsprung konnte sich jedoch keine Mannschaft herausspielen. Beyne versuchte mehrfach sein Glück mit einer siebten Feldspielerin, was uns die Gelegenheit bot, einige Treffer ins leere Tor zu erzielen. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurde unser Gegner angesichts des begrenzten Kaders zunehmend müder, während Eupen das Tempo konstant hochhielt.

Erst in den letzten Spielminuten konnte schließlich der entscheidende Unterschied hergestellt werden, wodurch das Endergebnis deutlicher ausfiel, als es der tatsächliche Spielverlauf widerspiegelte. Das 29:35 markierte das Ende einer schwierigen Partie mit vielen Fehlern, aber dennoch einer motivierten Eupener Mannschaft, die trotz nicht optimaler Form das Beste aus ihren Möglichkeiten herausholte.