KTSV Eupen - Handball in Eupen, Ostbelgien und Raum Aachen
Eupen zeigt nach frühem Rückstand eine stabile Reaktion

Eupen startete mit dem Ziel in die Partie, defensiv kompakt zu stehen und das Tempo im Angriff hochzuhalten. Der Beginn verlief jedoch ungünstig: Sint‑Truiden erzielte innerhalb der ersten Minute zwei schnelle Treffer und ging mit 0:2 in Führung.

Eupen reagierte strukturiert. Erika erzielte den ersten Treffer für die Gastgeberinnen. Nach einer Zeitstrafe gegen Sint‑Truiden verwandelte Eva zunächst einen Siebenmeter zum 2:3 (4. Minute) und kurz darauf einen weiteren Strafwurf.

Defensiv zeigte Eupen in dieser frühen Phase noch Unsicherheiten. Sint‑Truiden kam zu mehreren freien Würfen und führte nach sechs Minuten 3:5. Ein Torwartwechsel in der siebten Minute brachte die erste erfolgreiche Abwehraktion.

In der 9. Minute glich Eva zum 7:7 aus. Die Partie entwickelte sich nun zu einem ausgeglichenen Schlagabtausch mit hohen Tempi und häufigen Führungswechseln: 8:8 (11. Minute), 9:9 (13. Minute).

In der 18. Minute traf Eva erneut per Siebenmeter zum 10:11. In der 20. Minute gelang Eupen durch Lynn die erste Führung der Begegnung (12:11). Die Abwehr stabilisierte sich im Verlauf dieser Phase, unterstützt durch weitere Paraden der Torhüterin.

Ein weiterer sicher verwandelter Siebenmeter durch Eva sowie der Treffer von Lauranne Beckers zum 14:12 (24. Minute) brachten Eupen in eine ordentliche Ausgangsposition. Gleichzeitig führte eine Zeitstrafe gegen Sint‑Truiden zu einer temporären Überzahl. Dennoch blieb Eupen fehleranfällig im Angriff, und Sint‑Truiden nutzte diese Situationen konsequent, um in der 28. Minute erneut mit 15:16 in Führung zu gehen.

Halbzeitstand: 16:17

Zur Pause lag Eupen mit einem Tor zurück. Der erste Durchgang war geprägt von hohem Tempo, einer hohen Torquote und wechselnden Spielphasen auf beiden Seiten. Für die zweite Halbzeit lautete die Vorgabe, defensiv kompakter zu agieren und die technischen Fehler im Angriff zu reduzieren.

Fotos: Bernd Rosskamp
Zweite Halbzeit: Eupen verliert den Anschluss

Die Vorgabe des Trainers zur Pause war eindeutig: mehr defensive Ordnung, kontrollierter Umgang mit dem Tempo und bei Bedarf das Spiel bewusst beruhigen. Die Umsetzung gelang jedoch zunächst nicht.

Sint‑Truiden eröffnete den zweiten Durchgang wie schon den ersten: mit hoher Geschwindigkeit und effektiven Abschlüssen. Eupen agierte in dieser Phase in Unterzahl und zeitweise ohne Torhüterin. Nach zwei Minuten stand es bereits 16:19. Die Gastgeberinnen fanden in dieser frühen Phase keinen Zugriff, und nach fünf Minuten erhöhte der Tabellenführer auf 16:21, was eine schnelle Auszeit erforderlich machte.

Auch nach dieser Unterbrechung blieb die Offensive Eupens weitgehend ohne Durchschlagskraft. Acht Minuten vergingen ohne eigenen Treffer, ehe Erika zum 17:22 verkürzte. Technische Fehler und Ballverluste verhinderten jedoch, dass Eupen nachhaltig näher herankam.

Ein sicher verwandelter Siebenmeter von Eva brachte anschließend den nächsten Treffer. Janina Willems stellte in der 11. Minute auf 19:24, kurz darauf traf Eva erneut zum 20:25. Ein weiterer Siebenmeter in der 14. Minute führte zum 21:26, erneut durch Eva.

In der 18. Minute erzielte Jodie Nüchtern per Heber das 22:26, bevor zwei Minuten später ein weiterer Strafwurf erneut von Eva zum 23:26 genutzt wurde. Eupen stabilisierte sich offensiv leicht, ohne jedoch entscheidend aufzuschließen.

In den folgenden Minuten blieb das Spiel ausgeglichen, beide Mannschaften kamen zu Torerfolgen. Allerdings gelang es Eupen nicht, den Rückstand entscheidend zu reduzieren. Fünf Minuten vor Ende stand es 25:30, und in der 28. Minute setzte Jodie mit ihrem Treffer zum 26:31 den letzten Akzent für die Gastgeberinnen.

Endstand: 26:33

Über den gesamten zweiten Durchgang hinweg hatte Eupen Schwierigkeiten, die geforderte defensive Struktur aufzubauen. Hinzu kamen technische Fehler im Angriff, die Sint‑Truiden konsequent ausnutzte. Der Tabellenführer bestätigte seine Position und kontrollierte die Partie über weite Strecken.

Eupen zeigte über das gesamte Spiel hinweg Einsatz und blieb bemüht, konnte jedoch nicht ausreichend Stabilität entwickeln, um das Ergebnis enger zu gestalten. Für die kommenden Aufgaben gilt es, die Defizite aufzuarbeiten und insbesondere im Bereich der Fehlerquote und der defensiven Organisation Fortschritte zu erzielen