KTSV Eupen - Handball in Eupen, Ostbelgien und Raum Aachen

Nach dem tollen Auftritt von letzten Mittwoch gegen den HC Visé, wo unsere Eupener Mannschaft gezeigt hat, dass man mit ihr rechnen musste, kam heute der Tabellensechste aus Volendam zu Gast. Es war das 3. Spiel in einer Woche, eine echte Strapaze und Herausforderung für das gesamte Team.

Fotos: Bernd Rosskamp

Mit einem besonderen Gruß begann der Handballnachmittag in der E‑Technik Arena: Der Eupener Karnevalsprinz Patrick I und sein Gefolge statteten der Mannschaft einen Besuch ab, wünschten Glück und führten den symbolischen Anwurf aus. Danach übernahm das Sportliche – und Eupen legte los.

Bereits der erste Treffer sorgte für Applaus: Lou Peters vollendete spektakulär per Kempa zum 1:0. Nicolai Zidorn legte sicher zum 2:1 nach, und der Start der Hausherren war gelungen. In der 4. Minute sorgte ein erfolgreiches Tempogegenstoß‑Break für das 3:1, untermalt von der ersten Parade von Keeper Youri Denert. Kurz darauf erhöhte Thomas Mormont die Führung auf drei Tore, ehe Volendam wieder auf 4:2 herankam.

Zwei fehlerhafte Angriffe der Eupener ebneten jedoch den Weg zum 5:5‑Ausgleich – ein erstes Zeichen dafür, dass die Gäste jede Nachlässigkeit sofort bestraften. Eupen erhielt dann den ersten Strafwurf: Simon Bock trat an und verwandelte souverän. Der Rückraumspieler blieb auch danach gefährlich und bereitete mit seinem dritten Treffer das 8:6 vor.

Zwischendurch wechselte Eupen fleißig durch und setzte immer wieder auf eine offensive Abwehrformation, um Volendam früh zu stören. Das Spiel blieb eng, aber die leichten Vorteile lagen zunächst bei den Gastgebern. Jérôme Majean nutzte eine gute Angriffsphase zum 10:8.

In der 19. Minute bekam Eupen bereits den dritten Siebenmeter zugesprochen – doch diesmal war der Torhüter der Gäste zur Stelle. Volendam nutzte die folgenden Minuten effektiv und glich in der 20. Minute zum 10:10 aus. Nur wenig später übernahmen die Niederländer beim 11:12 erstmals die Führung und profitierten dabei unter anderem von einem weiteren vergebenen Eupener Strafwurf.

Die Schlussphase der ersten Halbzeit gestaltete sich hektisch und war geprägt von mehreren Strafwürfen. Der zweite gegen Eupen brachte die Gäste mit 11:13 in Front. Die Hausherren taten sich nun schwerer, Lücken in der gegnerischen Deckung zu finden. Erst Lou Peters – diesmal vom Siebenmeterpunkt – konnte den Rückstand verkürzen.

Mit 13:14 ging Eupen schließlich in die Halbzeit, nachdem der letzte Angriff buchstäblich in letzter Sekunde abgepfiffen wurde. Ein umkämpftes, wechselhaftes erstes Drittel, das bereits andeutete: In diesem Spiel war noch alles möglich.

Halbzeitstand 13-14

Eupen startete entschlossen in den zweiten Durchgang und glich zunächst aus, doch Volendam konterte umgehend und übernahm erneut die Führung. In dieser Phase offenbarten die Gastgeber Schwächen im Umschaltspiel: Mehrfach kam Eupen zu spät in die defensive Zuordnung, was den Gästen einfache Treffer ermöglichte.

Das 16:16 fiel erneut vom Siebenmeterpunkt – Lou Peters zeigte keine Nerven und verwandelte sicher. Anschließend brachte ein abgewehrter Ball die nächste Eupener Führung: Hugo Rodado reagierte am schnellsten und stellte auf 17:16. Kurz darauf erhöhte Jérôme Majean auf zwei Tore.

Als Volendam sich wenig später durch eine unsportliche Aktion selbst in Unterzahl brachte, schien Eupen gute Chancen zu haben, die Führung auszubauen. Doch stattdessen gelangen den Niederländern zwei Treffer, während Eupen leer ausging – der Spielstand kippte erneut in Richtung der Gäste (18:19, 43. Minute).

Die Eupener Abwehr agierte nun häufig in einer offensiven 3:3‑Variante und stellte Volendam damit vor Probleme, wenngleich die Niederländer gelegentlich dennoch Lücken fanden. Nicolai Zidorn brachte die Hausherren wieder mit einem Tor in Front, doch unmittelbar danach kassierte Thomas Mormont in der 47. Minute eine Zeitstrafe. Das ohnehin intensive Duell gewann dadurch weiter an Härte.

Beide Teams lieferten sich nun einen verbissenen Schlagabtausch, bei dem keine Seite auch nur einen Zentimeter kampflos preisgab. Torhüter Max Schunck hielt Eupen mit zwei parierten Strafwürfen im Spiel und setzte wichtige Zeichen. Dennoch neigte sich die Partie zunehmend Richtung Volendam. In der 55. Minute lagen die Gäste mit 22:25 vorne – ein Vorsprung, der sich angesichts der schwindenden Eupener Kräfte immer schwerer aufholen ließ.

Die hohe Intensität und das laufintensive Spiel forderten nun Tribut. Eupen verteidigte weiter energisch und suchte im Angriff mutige Lösungen, doch Volendam agierte in der Schlussphase abgeklärter und nutzte die Eupener Fehler eiskalt aus. Beim Stand von 24:28 war die Vorentscheidung gefallen.

Am Ende unterlag Eupen mit 25:29, zeigte dabei aber eine Leistung, die Respekt verdient. Kampfgeist, Einsatz und Leidenschaft waren über 60 Minuten hinweg spürbar – und erneut wurde deutlich, dass die E‑Technik Arena für jeden Gegner ein schwieriges Pflaster bleibt.

Endstand 25-29

Impressionen vom Spiel (Fotos: Bernd Rosskamp)