KTSV Eupen - Handball in Eupen, Ostbelgien und Raum Aachen

Gut 2 Wochen vor dem langersehnten Start in der Super Handball League kam der Aufsteiger aus der 1. Division, der HC Sprimont, an den Stockbergerweg in die E-Technik Arena zu einem Testspiel.

Mit einem komplett zur Verfügung stehenden Kader und einigen neuen Gesichtern in der Anfangsformation zeigte die KTSV Eupen von Beginn an eine engagierte Leistung gegen Sprimont. Die Hausherren fanden schnell ins Spiel und konnten sich früh einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten. Nach dem 3:0 setzte sich Eupen weiter ab und führte zwischenzeitlich mit 5:2 und 6:2, ehe die Gäste aus Sprimont wieder besser ins Spiel fanden und auf 7:5 verkürzten.

Ein erster verwandelter Siebenmeter brachte Sprimont auf 7:6 heran. In dieser Phase übernahm Joris Giroud viel Verantwortung und sorgte mit seinem schnellen Spiel auf der linken Rückraumposition für Tempo. In der Spielmitte lenkte Kjeld Dekker souverän die Angriffe und gab dem Eupener Offensivspiel Struktur. Obwohl Eupen klar den Ton angab, wurden einige gute Torchancen ungenutzt gelassen.

Auf der anderen Seite erwies sich Max Schunck im Tor als der erwartete Rückhalt. Mit mehreren starken Paraden verhinderte er frühzeitig einen engeren Spielstand. Da Cheftrainer Thomas Cauwenberghs als T1 verhindert war, erhielt Damian Kedziora die Möglichkeit, die Mannschaft von der Seitenlinie aus zu betreuen. Unter seiner Leitung setzte sich Eupen bis zur 17. Minute auf 10:6 ab. Ein weiterer Strafwurf für Sprimont führte anschließend zum 10:7.

Auch die Gäste mussten auf vier wichtige Spieler verzichten, dennoch ließ sich Eupen davon nicht beeinflussen und drückte dem Spiel weiterhin seinen Stempel auf. Im weiteren Verlauf kamen Sid Hartel am Kreis sowie Nicolai Zidorn im Rückraum zum Einsatz. Die Gastgeber wechselten konsequent durch, um allen Spielern Einsatzminuten zu ermöglichen. Ab der 23. Minute erhielten auch Mikka Förster und Mattheo Brüll ihre Chance. Martin Massat konzentrierte sich als Abwehrchef auf seine Aufgaben in der Defensive und stabilisierte den Mittelblock.

Gegen Ende der ersten Halbzeit verlor die Partie etwas an Intensität. Trotz eines etwas ruhigeren Spielverlaufs blieb Eupen die bessere Mannschaft. Nicolai Zidorn setzte noch einmal ein Ausrufezeichen, als er sich energisch durchsetzte und den ersten Siebenmeter für Eupen herausholte. Dieser führte zum 15:9, obwohl die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt sogar in Unterzahl agierten. Auch Julian Kirschbaum wusste auf der Rechtsaußen- beziehungsweise Halbrechts-Position zu überzeugen und steuerte mehrere schön herausgespielte Treffer bei.

Insgesamt zeigte Eupen in den ersten 30 Minuten eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Der Angriff erspielte sich regelmäßig gute Torchancen, während die Defensive kompakt und diszipliniert agierte. Folgerichtig ging die Mannschaft mit einer verdienten 17:11-Halbzeitführung in die Kabine.

Halbzeitstand: 17:11 für Eupen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhielt Aaron Brülls seine Einsatzzeit. Allerdings erwischte Sprimont den deutlich besseren Start in die letzten 30 Minuten. Die Gäste erzielten die ersten beiden Treffer nach Wiederanpfiff und verkürzten auf 17:13. Eupen kam sichtlich nicht konzentriert genug aus der Kabine und tat sich zunächst schwer, offensiv Akzente zu setzen.

Eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber sorgte zusätzlich für eine schwierige Phase. Eupen entschied sich, die Unterzahl ohne Torhüter zu überstehen, was der Mannschaft bemerkenswert gut gelang. Dennoch lief im Angriff zunächst kaum etwas zusammen. Nach sieben Minuten in der zweiten Hälfte hatten die Eupener noch keinen eigenen Treffer erzielt. Im Tor übernahm inzwischen Youri Denert die Position von Max Schunck.

Die Erlösung kam schließlich durch Geoffrey Lahonda. Mit einem wichtigen Doppelpack beendete er die Torflaute und stellte den Spielstand auf 19:13. Kurz darauf betrat mit Luca Beyer auch der letzte Spieler des Eupener Kaders das Feld. Er ersetzte Hugo auf Linksaußen und komplettierte damit die Rotation, die allen Akteuren Spielzeit ermöglichen sollte.

Trotz des weiterhin stockenden Spiels behielt Eupen die Kontrolle über das Ergebnis. Der Spielfluss wollte auf beiden Seiten nicht so recht entstehen, viele Angriffe wirkten zäh und fehlerbehaftet. Dennoch verteidigte die Mannschaft ihren Vorsprung erfolgreich. Luca Beyer setzte ein schönes Zeichen, als er nach einer starken Abwehraktion den Gegenangriff konsequent zum 20:15 abschloss.

Beim Stand von 21:17 entschied sich das Trainerteam, die Startformation nochmals auf das Feld zu schicken, um mehr Struktur und Stabilität ins Spiel zu bringen. Doch Sprimont stemmte sich weiterhin gegen die Niederlage und verkürzte in der 47. Minute auf 22:19.

In dieser entscheidenden Phase zeigte Eupen seine Qualitäten in der Defensive. Drei konzentrierte Abwehraktionen in Folge führten zu einfachen Gegenstoßtreffern und ermöglichten die vorentscheidende Führung zum 25:19. Vor allem das aggressive Abwehrverhalten in Kombination mit einer konsequent gespielten ersten Welle erwies sich nun als spielentscheidender Faktor.

In den letzten Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften kamen noch zu Toren, ohne dass sich am Kräfteverhältnis etwas änderte. Eupen gelang es nicht mehr, sich weiter abzusetzen, während Sprimont den Rückstand ebenfalls nicht entscheidend verkürzen konnte. Die Schlussphase verlief anschließend ohne größere Höhepunkte.

Am Ende stand für Eupen ein verdienter 26:23-Erfolg, bei dem vor allem die starke erste Halbzeit und die defensive Stabilität in den entscheidenden Momenten den Ausschlag gaben. Trotz einer durchwachsenen zweiten Halbzeit brachte die Mannschaft den Vorsprung souverän über die Zeit und konnte den nächsten Erfolg verbuchen.

Endstand: KTSV Eupen – HC Sprimont 26:23 (17:11).

Impressionen vom Spiel